Vorabquote

Was ist die Vorabquote im Vergabeverfahren von hochschulstart? #

Alle Informationen zum Aufnahmeverfahren

Dieser Artikel befasst sich mit vielen Themen, die zur Kategorie „Alternative Wege ins Medizinstudium“ zugerechnet werrden können.

Als Vorabquote (VAQ) bezeichnet man die erste Phase des Vergabeverfahrens für die Studienplätze in Medizin in Deutschland. Das bedeutet, das eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen in Medizin (ca. 1.700) bereits vor dem regulären Vergabeverfahren (Hauptquote) vergeben werden. Die Vergabe dieser Studienplätze durch die Stiftung hochschulzulassung wird auf der Basis von Gesetzen der Länder und des Bundes durchgeführt. Es werden bei der VAQ vier Bewerbergruppen unterschieden:

  1. Härtefallantrag
    • 2 % insg. (10 % der VAQ)
  2. Beruf in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs (z. B. Landarztquote, Bundeswehr)
    • Gemeinsam mit 3. 15 % insg. (75 % der VAQ); je nach Bundesland unterschiedlich
  3. Nicht-EU-Ausländer und Staatenlose
    • Gemeinsam mit 3. 15 % insg. (75 % der VAQ); je nach Bundesland unterschiedlich
  4. Zweitstudienbewerber
    • 3 % insg. (15 % der VAQ)

Das jeweilige Verhältnis der Prozentzahl unter diesen vier Bewerbergruppen wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich bestimmt. Für gewöhnlich werden aber 2,2 % der gesamten Studienplätze für Sanitätsoffiziere der Bundeswehr reserviert, sowie 5 % für Nicht-EU-Ausländer und Staatenlose.

Sonderanträge: Härtefallantrag und Antrag auf Nachteilsausgleich zur Verbesserung der Durchschnittsnote #

Der Härtefallantrag ist einer von zwei sogenannten Sonderanträgen.

Neben dem Härtefallantrag gibt es eine weitere Art von Sonderantrag: den Antrag auf Nachteilsausgleich zur Verbesserung der Durchschnittsnote.
Dieser Antrag ist für dich interessant, wenn deine Abschlussnote in der HZB maßgeblich durch äußere Umstände negativ beeinflusst worden ist. Gründe dafür können eine Krankheit, eine Mitgliedschaft in einem professionellen Sportkader in der Abi-Zeit, oder z. B. der Verlust eines oder beider Elternteile in derselben Zeit sein. Dabei ist wichtig, dass das Ereignis bzw. der Umstand sich nachweislich und anhand eines Gutachtens der Schule nachvollziehbar negativ auf die Abschlussnote ausgewirkt hat.

Es werden hohe Maßstäbe gesetzt für Bewerber mit einem Härtefallantrag. Der Grund dafür ist, dass man durch den Härtefallantrag sofort zum Studium zugelassen wird. Die Gründe für einen Härtefallantrag sind verschiedener Natur. Zum Beispiel wären eine Krankheit mit fortschreitender Tendenz, eine Behinderung, die keinen anderen Beruf zulässt oder besondere soziale oder familiäre Umstände, die allesamt bewiesen werden müssen, Gründe für einen Härtefallantrag.

Beruf in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs #

Für gewöhnlich sind 2,2 % der gesamten Studienplätze bundesweit sind für Sanitätsoffiziere der Bundeswehr reserviert. Des Weiteren gilt, dass Bundesländer bevorzugt Studienplätze an solche Bewerber vorab vergeben, die sich dazu verpflichten, 10 Jahre nach dem Studium als Allgemeinmediziner in Regionen zu arbeiten, in denen es einen Mangel in der Primärversorgung gibt. Man nennt solche Ärzte gemeinhin auch „Landärzte“ – deshalb heißt die Vergabe dieser Studienplätze auch Landarztquote.

Darüber hinaus können Bundesländer für diesen Bereich weitere Gesetze erlassen, die berufsabhängige Kriterien zur Zulassung zum Studium heranziehen.

Nicht-EU-Ausländer und Staatenlose #

Staatenlose, Nicht-EU-Ausländer bzw. Personen, die ihre HZB nicht im europäischen Wirtschaftsraum absolviert haben, gilt, dass sie sich direkt bei den Hochschulen bewerben müssen. Für diese Bewerbergruppe sind für gewöhnlich 5 % der gesamten Studienplätze reserviert (je nach Bundesland unterschiedlich).

Zweitstudienbewerber #

Als Zweitstudium bezeichnet man die Aufnahme eines Studiums nach dem Absolvieren eines vorangehenden Studiums. In Bezug auf das Medizinstudium bedeutet das, dass der Bewerber, bestenfalls ein fachlich einschlägiges, Bachelor-, Master- oder Diplomstudium beendet hat und darauffolgend Medizin studieren möchte.

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