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6 Gründe, warum deine MedAT-Vorbereitung in der Vergangenheit gescheitert ist

Du hast den MedAT schon einmal absolviert und es hat nicht für einen Studienplatz gereicht? Du fragst dich, woran das gelegen haben könnte? Dann findest du im Folgenden eine Antwort von unserem Trainer Alexander, der 6 Gründe, warum deine MedAT-Vorbereitung in der Vergangenheit gescheitert ist, zusammengestellt hat und dir auch gleich Tipps an die Hand gibt, wie du es beim nächsten Mal besser machen kannst.

Faktor Zeit

Die Stoffmenge, die du mit Blick auf den Basiskenntnistest für medizinische Studien (BMS) beherrschen musst, ist enorm. Auch das Trainieren deiner kognitiven Fertigkeiten verlangt viel Zeit und trägt erfahrungsgemäß erst nach Wochen intensiver Übung Früchte.

 

Ein wesentlicher Faktor, der über deinen Erfolg am Testtag entscheiden wird, ist also die Zeit, die du dir zur Vorbereitung auf den MedAT nimmst. Und was diese angeht, besteht für viele Testteilnehmer:innen erfahrungsgemäß Luft nach oben – vielleicht ja auch für dich.

Testvorbereitung nur nebenbei

Denn nicht alle befinden sich in der komfortablen Situation, sich zeitlich uneingeschränkt auf die Testvorbereitung konzentrieren zu können. Für manche stehen die Matura-Prüfungen vor der Tür. Andere leisten ihren Wehrdienst ab oder müssen Arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. All diese Verpflichtungen kosten Zeit und Konzentration und erlauben nur bei guter Planung eine optimale Vorbereitung auf den MedAT.

Sei es die Matura oder etwas anderes, das dich zeitlich in Anspruch nimmt – weil sich auch andere in einer vergleichbaren Situation befinden, besteht darin nicht nur eine große Herausforderung, sondern eine ebenso große Chance. Denn wenn es dir gelingt, diese Form der Doppelbelastung besser zu meistern als die anderen, werden sich deine Erfolgsaussichten ungemein verbessern.

In kleinen Schritten zum Erfolg beim MedAT

Das soll dich natürlich nicht dazu animieren, deine Vorbereitung auf die Matura-Prüfung oder andere Verpflichtungen hintenanzustellen. Vielmehr soll es dich dazu ermutigen, über Möglichkeiten nachzudenken, deinen Tag effizienter zu gestalten und so zu strukturieren, dass du vielleicht doch noch irgendwo ein Zeitfenster zur Testvorbereitung findest.

Auch wenn es sich dabei nur um 30 Minuten pro Tag handelt, in denen du deine kognitiven Fertigkeiten verbesserst. Auch diese 30 Minuten können deine Leistung langfristig steigern und sich am Ende in Form eines Studienplatzes bezahlt machen.

Allrounder setzen sich beim MedAT durch

Wer sich mit den verschiedenen Themengebieten des MedAT auseinandersetzt, wird in der Regel feststellen, dass ihm oder ihr der eine Aufgabentyp besser liegt, während ein anderer nicht zu den eigenen Stärken gehört.

 

Bist du mathematisch begabt und stark in logischem Denken, werden dir der Mathematik- und Physik-Teil sowie der Testteil „Implikationen erkennen“ leichter fallen als andere. Bist du eher kreativ, dann wird das Zusammensetzen von Figuren hoffentlich ein Kinderspiel für dich sein.

Riskante Strategie bei deiner MedAT-Vorbereitung

Dass wir alle mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in den MedAT starten, lässt sich wohl kaum vermeiden und ist grundsätzlich auch kein Problem. Zum Problem wird es erst, wenn du dich ausschließlich auf deine Stärken fokussierst, ohne gleichzeitig an deinen Schwächen zu arbeiten.

 

Hast du dich vielleicht in der Vergangenheit nach diesem Prinzip vorbereitet? Natürlich ist es möglich, auch auf diesem Weg einen der begehrten Studienplätze zu ergattern. An guten Tagen kann dein Plan aufgehen und du bist durch eine hervorragende Leistung in deinen Paradedisziplinen nicht auf Punkte aus den anderen Bereichen angewiesen. Läuft es aber ausnahmsweise mal nicht so gut, so wirst du Schwächen in den Bereichen, in denen du dich eigentlich gut fühlst, nur schwer ausgleichen können.

Beispielrechnung

Zur Veranschaulichung hier eine kleine Beispielrechnung: Nehmen wir an, deine kognitiven Fertigkeiten sind überdurchschnittlich gut und du versuchst damit eine geringere Punktzahl im BMS auszugleichen. Je nach Studienort und Jahr liegen die Zulassungsgrenzen mal einen Prozentpunkt höher, mal einen niedriger, aber der Einfachheit halber nehmen wir einen Wert von 80% der Gesamtpunktzahl an.

 

Schneidest du mit 60% der maximal möglichen Punkte unterdurchschnittlich im BMS-Teil ab und erreichst 80% im Bereich Textverständnis, dann benötigst du mehr als 95% der Punkte im Bereich kognitive Fertigkeiten, um einen Studienplatz zu erhalten. Unmöglich ist das natürlich nicht, aber es wäre riskant, von einem so exzellentem Ergebnis auszugehen.

 

Stattdessen solltest du während deiner Vorbereitung auf den MedAT darauf achten, so viele Themen wie möglich abzudecken und dich in jedem Bereich deinem Leistungsoptimum anzunähern. Es wird immer so sein, dass du in einigen Bereichen über dem Durchschnitt liegst, während du in anderen unterdurchschnittlich abschneidest. Einen Extremfall, wie in der obigen Beispielrechnung beschrieben, gilt es aber zu vermeiden.

Falsche Lernstrategie beim MedAT

Bei der Menge an zu bewältigendem Lernstoff ist insbesondere die Lernstrategie, für die du dich entscheidest, von zentraler Bedeutung. Die einen vertrauen auf das, was sich schon während der Schulzeit bewährt hat. Die anderen entwickeln neue Herangehensweisen oder suchen im Internet nach hilfreichen Tipps.

 

Mit welcher Strategie du für den Moment am besten fährst und dich am wohlsten fühlst, kannst natürlich nur du selbst entscheiden. Gleichzeitig solltest du aber nicht außer Acht lassen, dass eine Strategie, die für den Augenblick sinnvoll erscheint, langfristig vielleicht nicht die effizienteste Herangehensweise darstellt. Das bedeutet natürlich nicht, dass du gleich alles über Bord werfen musst – manchmal können auch kleine Veränderungen einen großen Effekt auf deinen Lernerfolg haben.

Das Problem mit den eigenen Zusammenfassungen für den BMS

Um dir zu zeigen, was damit gemeint ist, hier ein kleines Beispiel: Vielleicht bist du selbst jemand, der oder die zu jedem Thema am liebsten eigene Zusammenfassungen schreibt und Übersichten erstellt. Diese Herangehensweise gibt dir das Gefühl, alle wichtigen Themen nicht nur gelesen, sondern auch gleich in eigenen Worten zusammengefasst zu haben.

 

Im Grunde ist gegen diese Strategie auch nichts einzuwenden, wenn da nicht der Faktor Zeit wäre. Schon die Menge des MedAT-Lernstoffs hat es in sich und es wird dich viel Zeit kosten, zu jedem Thema ein eigenes Dokument zu erstellen. Erst recht wirst du in Schwierigkeiten geraten, wenn du später im Medizinstudium eine noch viel größere Menge an Stoff bewältigen musst. Und selbst wenn du das alles schaffst – durch das Erstellen von Lernunterlagen bleibt das Wissen nur für kurze Zeit im Kopf. Erst durch regelmäßiges Wiederholen gelangt es in dein Langzeitgedächtnis. Viele scheitern am Ende daran, dass sie zwar die besten Lernunterlagen besitzen, diese aber gar nicht richtig nutzen können, weil ihnen die Zeit dazu fehlt.

Vielleicht gehörst ja auch du dazu oder besitzt andere Lerngewohnheiten, mit denen du dich zwar für den Augenblick wohlfühlst, die deiner Bestleistung im MedAT aber im Weg stehen? Wenn das so ist, solltest du nicht zögern, eine Veränderung in Angriff zu nehmen, auch wenn du dich im ersten Moment nicht sehr wohl damit fühlen wirst. Wir alle sind Gewohnheitstiere und kennen die Startschwierigkeiten einer solchen Veränderung. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sich lohnen kann und du deine Chancen auf einen Medizinstudienplatz damit enorm steigern kannst.

Detailwissen ist gefragt

Leider gibt es keine offiziellen Bücher an denen sich die Ersteller:innen des Einstufungstests orientieren. Die öffentlich zugänglichen Stichwortlisten geben eine grobe Orientierung, aber leider keinen Hinweis darauf, wie detailliert die einzelnen Themen behandelt werden müssen.

Den einen oder die andere – vielleicht auch dich – mag das dazu verleiten, nach dem Minimalprinzip zu lernen, ganz nach dem Motto: „Das wird schon so passen“. Und bei der zu behandelnden Menge an Lernstoff kann man dies auch niemandem zum Vorwurf machen.

Detailwissen als der Schlüssel zum Erfolg im BMS

Unter anderem hier trennt sich aber die Spreu vom Weizen. Irgendwo müssen sich ja die Unterschiede zwischen den einzelnen Bewerber:innen herauskristallisieren. Und das erreichen die Ersteller:innen des MedAT unter anderem dadurch, dass zum Teil sehr genaue Details abgefragt werden.

 

Das stellt dich in deiner Vorbereitung vor eine große Herausforderung. Natürlich kannst du nicht alles wissen – du bewirbst dich ja erst auf das Medizinstudium und hast noch keines hinter dir. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass ein Teil der Fragen so gestellt sein wird, dass eine Mehrheit der Bewerber:innen sie gar nicht beantworten können soll. Sonst würden ja alle ungefähr das gleiche Ergebnis erzielen und am Ende würde das Los über die Studienplatzvergabe entscheiden.

Aus diesem Dilemma gibt es viele Wege. Im Hinterkopf solltest du immer behalten, dass es nicht darum geht, einen vorher definierten Punktewert zu erreichen, sondern darum, möglichst viele Mitbewerber:innen hinter sich zu lassen. Wenn du dich v.a. in den Themenbereichen des BMS besser auskennst als die anderen, so erhöhen sich deine Erfolgschancen ungemein.

Angst vor der Konkurrenz

Wenn du dich für den MedAT anmeldest, ist das zunächst einmal ein sehr unkomplizierter und einfacher Prozess. Anmelden, Gebühr überweisen, fertig. Direkt im Anschluss beginnt für einige die Lernphase, andere lassen sich noch ein wenig mehr Zeit und starten erst später.

 

Die Konkurrenzsituation ist zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich abstrakt. Und manch einer oder manch eine mag sich vielleicht denken: „Wird schon irgendwie klappen. Bisher bin ich doch durch jede Prüfung durchgekommen und habe immer alles bestanden“.

Den Studienplatz vor lauter Bewerber:innen nicht mehr sehen

Aber schon beim Blick auf die Zahlen der angemeldeten Teilnehmer:innen aus den Vorjahren müsste dieser Gedanke ziemlich schnell verfliegen. Spätestens jedoch am Testtag wird dir bewusst werden, was es bedeutet, wenn sich auf einen Studienplatz – mit leichten Unterschieden je nach Jahr und Studienort – zehn oder noch mehr Anwärter:innen bewerben. „1, 2, 3, …, 10, ein Studienplatz – 1, 2, 3, …, 10, ein zweiter Studienplatz“ – wenn du in einer der großen Messehallen sitzt und die Plätze durchzählst, kann die unglaublich große Konkurrenz ziemlich einschüchternd sein.

 

Den Kopf musst du deswegen noch lange nicht in den Sand stecken. Schließlich ist die Ausgangslage für die anderen dieselbe, sodass sie dir gegenüber nicht im Vorteil sind. Den entscheidenden Vorsprung wird am an Ende der- oder diejenige haben, der / die am besten mit dieser Situation umgeht.

Mentale Prüfungsvorbereitung

Das führt uns zum nächsten und letzten Punkt, der auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt Teil einer optimalen MedAT-Vorbereitung ist – und vielleicht genau deshalb bisher nicht von dir berücksichtigt wurde. Passend zu der seit einigen Jahren andauernden Entwicklung, ein größeres Augenmerk auf mentale Gesundheit zu legen, solltest auch du dir Gedanken über deinen Umgang mit der Stress- und Drucksituation eines Aufnahmetests machen.

 

Manche Bewerber:innen kommen direkt aus der Schule, sind jung und treten mit der Hoffnung auf einen „lucky punch“ an. Andere haben den Test schon ein-, zweimal absolviert und sehen im nächsten Mal vielleicht ihren letzten Versuch auf dem Weg zum Traumstudium. Unabhängig davon, in welcher Situation du dich befindest, kann die intensive Lernphase und der Testtag selbst einen großen Stressfaktor für dich darstellen. Die eine ist stressresistenter und steckt das ganz locker weg. Ein anderer fühlt sich unter Stress und Leistungsdruck unwohl, was sich negativ auf seine Leistung auswirken kann. Aber weißt du, zu welcher Gruppe du dich zählen würdest?

Selbstreflexion als Erfolgsfaktor – nicht nur für den MedAT, sondern für‘s Leben

Sich einmal in Ruhe darüber Gedanken zu machen, wie stressresistent du bist, und dir Strategien zu überlegen, wie du mit der Drucksituation umgehen kannst, lohnt sich. Denn nur wer sich auf alle Eventualitäten einer langen Lernphase und eines Testtags vorbereitet, kann am Ende auf jede Situation entsprechend gut reagieren.

Vielleicht hilft dir während der Lernphase eine tägliche Runde Yoga zur Entspannung, vielleicht musst du dich beim Sport richtig auspowern oder du brauchst einfach die Abwechslung eines richtig guten Buches. Am Testtag selbst können dir bestimmte Rituale dabei helfen, besser mit dem Druck umzugehen oder in Momenten, in denen es nicht so gut läuft, wieder in die Spur zu zurückfinden.

So oder so – unabhängig davon, ob der Gedankenprozess über dich und deine Art, mit Stress umzugehen, ein konkretes Ritual zur Folge hat oder nicht – kann das Bewusstsein über deinen Umgang mit Druck im späteren Studium, aber auch in vielen anderen Lebenslagen von großem Vorteil sein.

Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst

Nach so viel Text fasse ich die 6 Gründe, warum deine MedAT-Vorbereitung in der Vergangenheit gescheitert ist, gerne noch einmal zusammen. Der MedAT ist nicht irgendein Aufnahmetest – er ist die Königsdisziplin. Die Chance, ihn erfolgreich zu absolvieren, schwindet, wenn du dir zu wenig Zeit nimmst oder mit der falschen Lernstrategie in die Vorbereitung startest. Wenn du versuchst, deine Schwächen mit deinen Stärken auszugleichen, dann gelingt dies nur bis zu einem gewissen Punkt. Versuche deshalb möglichst ausgeglichen zu Lernen und in allen Bereichen gut zu sein. Lerne dabei nicht zu oberflächlich. Die Fragen gehen zum Teil sehr weit in die Tiefe – vielleicht bist du in der Vergangenheit genau daran gescheitert. Oder du warst erschlagen von der großen Konkurrenz und konntest Deine Leistung nicht auf den Punkt abrufen? Dann gehe schon während der Testvorbereitung tief in dich und erarbeite Strategien, wie du mit Stress und Leistungsdruck umgehen kannst.

Aus Fehlern lernt man

Vielleicht findest du dich in dem einen oder anderen Punkt, der oben angesprochen wurde, wieder und kannst wertvolle Tipps für die anstehende MedAT-Vorbereitung mitnehmen. Rückschläge fühlen sich im ersten Moment nicht schön an und du wirst ihnen auf deinem Weg immer wieder begegnen. Solange du aber aus ihnen lernst und deine Erkenntnis in positive Energie ummünzt, stehen dir alle Türen offen. Glaub an dich und es wird früher oder später mit dem Medizinstudienplatz klappen! Wir von get-to-med unterstützen dich dabei gerne. Schau doch auf unserer Website vorbei und kontaktiere uns.

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