Sinnesorgane und Haut

Skriptum

Sinnesorgane = spezielle Rezeptoren, die Reize aus der Umwelt oder aus dem Körper aufnehmen können, und sie in elektrische Impulse umwandeln

Zu den 5 "klassischen" Sinnesorganen des Menschen gehören:

  • Auge (Gesichtssinn)
·       Ohr
  • Vestibularorgan (Gleichgewichtssinn)
  • Cochlea (Hörsinn)
  • Nase (Geruchssinn)
  • Zunge (Geschmackssinn)
  • Haut (z.B. Mechanorezeption, Vibrationsempfinden, Nozizeption (Schmerzwahrnehmung), Temperaturwahrnehmung)

= für die visuelle Sinneswahrnehmung

  • Anatomie
    • Augen in Augenhöhlen
    • Mitte des Auges Pupille rundherum Iris
  • Physiologie
    • Licht als Sinnesreiz verarbeitet è Nervenimpulsen è Gehirn
    • Auge wie Fotoapparat
    • Pupille ist die Linse
    • Regenbogenhaut ist die Blende
    • verstellbar je nach Entfernung oder Helligkeit
  • Augenbrauen leiten Schweiß ab
  • Augenlider schützen Auge vor Staub und grellem Licht
  • Tränenflüssigkeit hält Auge feucht und rein
  • Augenmuskulatur hält und bewegt das Auge
    • Für die Bewegung des Auges stehen sechs verschiedene Augenmuskeln zur Verfügung: vier gerade Augenmuskeln und zwei schräge
  • bei Fehlfunktion: Augenfehlstellung beziehungsweise Sehschwäche
  • Hornhaut (Cornea): vorderster Teil des Auges
    • der erste Treffpunkt des Lichts
    • sehr empfindlich
    • Tränenfilm benetzt sie ständig
  • Unmittelbar anschließend an die Hornhaut des Augapfels findet sich das Kammerwasser (dient der Nährstoffversorgung).
  • dahinter Regenbogenhaut (Iris)
    • bildet die Pupille
    • Trennt Vorderkammer von Hinterkammer
    • Helligkeit: Pupille eng (Miosis)
    • Dunkelheit: Pupille weit (Mydriasis)
    • Musculus sphinkter pupillae stellt Weite ein
      • anhand der Zonulafasern
      • Bei Anspannung erschlaffen diese, bei Erschlaffung spannen sie sich an
      • Akkomodation
    • Gelber Fleck liegt in der Netzhautmitte und ist das Zentrum des schärfsten

  • Ohr = Gehör- und Gleichgewichtsorgan
  • Außenohr, dem Mittelohr und dem Innenohr

 

 

Gehörsinn

= für akustische Sinneswahrnehmung

  • Ohrmuschel = Trichter è äußeren Gehörgang è Trommelfell (Schwingungen) è

Paukenhöhle mit Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel.

  • kleinsten Knochen im Körper
  • Innenohr bzw. Cochlea wandelt Schallreize in neuronale Impulse um, die vom Nervus vestibulocochlearis (Hör- und Gleichgewichtsnerv) in das ZNS weitergeleitet
  • In der Hörbahn erfolgt die Prozessierung und Filterung der auditiven Signale. Die Auswertung findet schließlich im auditiven Cortex

 

  • Schallwellen = Luftdruckunterschiede
  • verschiedene Frequenzen sehr unterschiedlich wahrgenommen
  • höchste Empfindlichkeit des Ohrs liegt bei ungefähr 3 kHz
    • sNeugeborene schreien auf dieser Frequenz

 

Gleichgewichtssinn

= das vestibuläre System

  • Innenohr
  • Verlagerung im Raum mit hochsensiblen Rezeptoren (Flüssigkeitsbewegung, die von Sinneshärchen registriert wird) wahrgenommen
  • „prüft“ ob eine motorische Antwort zum Ausgleich erfolgen muss, um im Gleichgewicht zu bleiben und nicht zu stolpern
  • Bewerkstelligt wird dieser Sinn mit den Bogengänge für alle drei Raumebenen
  • In ihm befindliche Flüssigkeit = die Endolymphe
  • Zwei Makulaorgane (Räume mit Endolymphe und direkt verbundenen Haarzellen)
  • Translation und Gravitation è Maculaorgane
  • Bogengänge è Drehbeschleunigung
  • Zusammenfassend:
    • Bewegungen des Körpers löst eine Bewegung der Endolymphe aus, die dann je nach Bewegungsrichtung die Sinneshärchen
    • Die durch das Abknicken stimulierten Sinneshärchen leiten dann Signale an das Gehirn

= für die olfaktorische Sinneswahrnehmung

  • Nase filtert, befeuchtet und erwärmt die Atemluft
  • großen Resonanzraum für eine gute Sprachbildung
  • Geruchsinn
    • Fläche von etwa 5 cm² hat
    • der Mensch kann rund 000 Gerüche unterscheiden
    • Geruchszellen in der Nase sind verbunden mit Gehirnbereichen, die Düfte mit Gefühlen, mit Aktionen und Reaktionen in Verbindung bringen
    • Als Riechorgan verfügt die Nase über zahlreiche entsprechende Sinneszellen, die vom Riechnerv
  • Die Nasenflügel folgen einem raffinierten System der
    • Sie wechseln sich alle 20 bis 30 Minuten ab, so dass immer nur eins der beiden Nasenlöcher riecht und atmet, während das andere eine Ruhepause hat

  • Zunge = länglicher, von Schleimhaut überzogener Muskelkörper, der auf dem Boden der Mundhöhle liegt
  • Nahrungsaufnahme è Nahrung zu den Zähnen und kontrolliert den Zerkleinerungsprozess
  • mischt die zerkleinerte Nahrung und formt sie zu schluckbaren Klumpen, die sie in den Rachen befördert
  • wichtiger Bestandteil der Sprachbildung
Geschmackssinn

= für gustatorische Sinneswahrnehmung

 

  • Zunge = Geschmacksorgan
  • Derzeit gelten fünf Geschmacksqualitäten als allgemein wissenschaftlich anerkannt:
    • Süß
    • Sauer
    • Salzig
    • Bitter
    • umami („Fleischgeschmack“).
  • Die Wahrnehmung des Geschmacksinnes hängt von einigen Faktoren, wie zum Beispiel der Ausgeprägtheit des Geruchsinnes
  • Etwa 80% der Geschmackserlebnisse gehen auf den Geruchsinn zurück.
  • Störungen des Geschmacksinnes werden oft durch Erkrankungen der Zunge, Rachen, Nasengängen, Nervenbahnen und Gehirn

  • Flächenorgan, das die Abgrenzung des Organismus gegenüber der Außenwelt bildet
    • Fläche von 1,8 m2
    • Gesamtgewicht von 3,5 - 10 kg
  • Größtes Organ des Menschen
  • schützt vor pathologischen Keimen, vor Sonnenlicht oder vor Austrocknung

Die Haut setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen:

  • Epidermis (Oberhaut)
    • Hornschicht
    • Glanzschicht (nur an der Leistenhaut der Hand- und Fußinnenseiten)
    • Körnerzellenschicht
    • Keimschicht
      • Stachelzellschicht
      • Basalschicht
    • Dermis (Lederhaut)
    • Subcutis (Unterhaut)

An der Haut finden sich Hautanhangsorgane (Haar, Nagel, Schweiß-, Talg- und Duftdrüsen), Blutgefäße, Nervenendigungen, Thermo- und Berührungsrezeptoren eingelagert, die dem Schutz, aber auch der Interaktion mit der Umwelt dienen.

  • Die Keimschicht ist die untere, aus lebenden Zellen gebildete Schicht der
  • Darüber befindet sich die Hornschicht.
  • Die abgestorbenen Zellen der Keimschicht wandern in die Hornschicht und werden durch neue Zellen Dadurch erneuert sich die Oberhaut immer wieder.

Rezeptoren der Haut

  • hauptsächlich in der Ober- und
Tastrezeptoren
  • Meissnersche Körperchen reagieren auf leichte Berührung
  • Pacinische Körperchen reagieren auf Druck und großflächige Berührungen
  • Merkelsche Tastscheiben reagieren auf exakt lokalisierte Berührungen (auf unbehaarten Hautflächen)
  • Haarbalggeflecht reagiert auf Druck und Berührung (auf behaarten Hautflächen)

 

Temperaturrezeptoren
  • Ruffinische Endorgane reagieren auf Wärme
  • Krausesche Endkolben reagieren auf Kälte
Schmerzrezeptoren
  • freie Nervenendungen reagieren auf Schmerz

Funktionen der Haut

  • Schutz vor Umwelteinflüssen
  • Wärmeregulierung (Durchblutung, Schwitzen, Gänsehaut )
  • Energiereserve in Form von in der Haut gespeicherten Fettes
  • Sinneswahrnehmungen der Sensibilität
  • Synthese von Vitamin D unter UV-Strahlung

Hautformen

  • Makroskopisch können zwei funktionell verschiedene Hautformen am menschlichen Körper unterschieden werden:
    • Die Leistenhaut auf den Handflächen und Fußsohlen
    • Die Felderhaut auf dem restlichen Körper, welche zusätzlich Haare und Drüsen trägt

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