Textverständnis

Textverständnis

MedAT-Vorbereitung

Einleitung

Wie viele Aufgaben in welcher Zeit?
  • meist 3 – 6 Texte
  • 12 Aufgaben in 35 Minuten
  • pro Aufgabe 2 Minute 55 Sekunden
Wie sehen die Aufgaben aus?
  • [TEXT]
  • [AUFGABENSTELLUNG]
  • [MULTIPLE-CHOICE-AUFGABE]
Welche Fähigkeiten sind Gefragt?
  • Lesekompetenz
  • Lesegeschwindigkeit

Allgemeines

Dieser Untertest prüft die Fähigkeit zum Textverständnis von zum Teil komplexen und umfangreichen Themengebieten in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Hier wird eine Fähigkeit geprüft, nicht das Wissen um die Themengebiete der Texte, weshalb Vorwissen nicht explizit erforderlich ist. Die Aufgabe ist es, die Texte so schnell, aber gleichzeitig so genau wie möglich zu lesen und die dazu gehörigen Fragen richtig beantworten zu können. Damit dies gelingt, sollte man eine diesem Rahmen angemessene Lesegeschwindigkeit vorweisen können.
Gleichzeitig muss man sein Augenmerk auch auf die im Text vorhandene Information legen und sich diese gut einprägen.

Das Textverständnis kann trainiert werden, es steht vor allem in Verbindung mit einer guten Konzentration und Fokussierung der Aufmerksamkeit. Hierzu kann auch eine Erhöhung der Lesegeschwindigkeit beitragen, die sehr gut trainierbar ist. Im Medizinstudium spielt auch diese Fähigkeit eine zentrale Rolle. Sehr oft findet man sich mit einer großen Anzahl an komplexen und langen Texten konfrontiert, deren Information strukturiert und aufgenommen werden muss, um dann richtig wiedergegeben werden zu können.
Beispiele hierfür sind vor allem das Arbeiten mit medizinischen Lehrbüchern, aber auch das mit Vorlesungsskripten oder Repetitorien.

Bei diesem Untertest gilt es, den zu bearbeitenden Text zu lesen und die diesem Text zugeordneten Fragen zu beantworten. Da die Bearbeitung so schnell wie möglich erfolgen soll, ist es hilfreich, sich die aufgenommenen Informationen bereits im Kopf vorzustrukturieren und sich eventuell auch Skizzen und Notizen dazu anzufertigen. Signifikant bessere Ergebnisse kann man bei diesem Untertest erzielen, wenn man es schafft, seine Lesegeschwindigkeit zu erhöhen. Dies kann man erreichen, indem man über einen längeren Zeitraum kontinuierlich Texte bewusst liest und versucht, sein Tempo von Mal zu Mal zu steigern. Hierzu ist es unerlässlich, dass man Wörter nicht als einzelne Buchstaben wahrnimmt und liest, sondern sich auf das Erscheinungsbild eines Wortes konzentriert und es als Gesamtheit wahrnimmt. So kann man Texte schneller Lesen und auch Informationen besser aufnehmen und speichern.

Beispiel: „Anatomie“ wird als Ganzes gelesen, anstatt einzeln A-n-a-t-o-m-i-e, indem man das Wort nicht von links nach rechts erfasst, sondern seinen Blick auf die Wortmitte richtet und es als Gesamtheit, als Bild erfasst.

Man kann sich dies so vorstellen, als ob das Wort nur für eine kurze Zeit auf einer weißen Wand eingeblendet würde und man beim Verschwinden lediglich den Schatten des Wortes erfassen könnte. Hierauf aufbauend kann es ebenfalls hilfreich sein, nicht nur Wörter als Ganzes auf einen Blick zu erfassen, sondern ganze Wortgruppen. Der Satz: “Ein schöner Baum steht vor dem Haus.” könnte in 3 Bildern gelesen werden:
„Ein schöner Baum“ und „steht“ und „vor dem Haus“. Es hilft, wenn man die Texte in Spalten drittelt und versucht, dafür nur drei Bildpunkte pro Zeile zu benötigen. Dies bringt nach einiger Übung Zeitersparnis bei gleicher oder besserer Fähigkeit zur Informationsaufnahme.
Bei beiden genannten Punkten ist es wichtig, nicht aktiv im Kopf mitzulesen, sondern den Text direkt zu erfassen. Durch das bildhafte Erfassen der Wörter und Wortgruppen kann man das stotternde Mitlesen im Kopf umgehen und viel Zeit beim Lesen sparen.

Weiterhin kann es sehr hilfreich sein, eigenes Wissen bei der Beantwortung der Fragen zu durchforsten. Es empfiehlt sich also, sich mit bekannten Themen, die im Test gerne gewählt werden, vertraut zu machen. Hierzu zählen zum Beispiel: Physiologische Themen, wie Herz-/Kreislaufsystem, Atmungssystem, Hormonsysteme, Regelkreise und deren bestimmende Parameter, Medikamente und ihre Wirkungen. Gerne gewählt sind auch Themen aus naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern der Biologie, Chemie und Physik: Zellbiologie, chemische Reaktionen, Molekülstrukturen, physikalische Gesetze. Wenn man eine Frage also beantworten kann, ohne im Text erneut nach betreffender Stelle suchen zu müssen, weil man sich gut eingelesen hat, sollte man dies auf Grund des Zeitdrucks immer tun. Hierzu ist ein naturwissenschaftliches Grundverständnis natürlich von Vorteil, da sich die Texte in naturwissenschaftlichen Themengebieten bewegen.

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