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Lerntipps für den MedAT von Magdalena

MedAT

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Planlos saß ich vor der Stichwortliste und dachte mir: „Diese riesen Menge an Stoff werde ich nie lernen können.“ Doch mit der richtigen Vorbereitung habe ich es dann doch geschafft und darf jetzt Medizin studieren. Wie du es auch schaffen kannst und was mir an meinen Lerntagen am besten geholfen hat, habe ich für dich im folgenden Text zusammengefasst.

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In diesem Artikel erhältst du Lerntipps für den MedAT von Magdalena.

Planlos saß ich vor der Stichwortliste und dachte mir: „Diese riesen Menge an Stoff werde ich nie lernen können.“ Doch mit der richtigen Vorbereitung habe ich es dann doch geschafft und darf jetzt Medizin studieren. Wie du es auch schaffen kannst und was mir an meinen Lerntagen am besten geholfen hat, habe ich für dich im folgenden Text zusammengefasst.

Überblick

Bevor ich mit dem Lernen beginne, probiere ich immer, mir einen groben Überblick zu verschaffen.
Was muss ich alles lernen? Kann ich den Lernstoff gliedern? Habe ich passende Bücher und Materialien, die den Lernstoff beinhalten? Gerne hole ich mir auch Tipps von Studenten, welche die Prüfung schon hinter sich haben.

Lernplan

Bei großen Prüfungen verliert man schnell den Überblick, daher erstelle ich mir immer, bevor ich richtig zu lernen beginne, einen Lernplan. Ich unterteile meinen Plan in verschiedene Lernkapitel und Zeiträume – jedes Fach wird dann einem bestimmten Tag, sowie einer Tageszeit zugeteilt. Dabei versuche ich aber auch, viel Zeit für Wiederholungen, Freizeit und sonstige Puffer miteinzuplanen. Bei meiner Vorbereitung für den MedAT stand beispielsweise ab März jeden Vormittag KFF auf dem Plan, da bei diesem Testteil viel Übung das A & O ist. Erst durch die ständige Wiederholung und Praxis konnte ich den Stoff so richtig verinnerlichen. Nachmittags hatte ich dann Zeit, für den BMS zu lernen und diesen auch zu wiederholen. Es ist mir außerdem sehr wichtig, meinen Lernplan übersichtlich und schön zu gestalten, da ich damit einen besseren Überblick behalte. Sobald ich eine Aufgabe aus meinem Plan erledigt habe, kann ich diese abhaken, was mir meinen Lernfortschritt veranschaulicht. Manchmal schreibe mir daneben eine kleine Notiz, falls ich einen Teil davon öfters wiederholen sollte. Das Arbeiten mit einem Lernplan hat mir zu einer strukturierteren und organsierteren Form des Lernens verholfen.

Notizen

„Mikrotubuli haben einen Durchmesser von etwa 25 nm und Erythrozyten besitzen keinen Zellkern.“ Als ich solche Sätze im März durchlas dachte ich mir: „Wie soll ich mir diese ganzen wichtigen Infos merken, ohne dass es nur in meinem Kurzzeitgedächtnis bleibt?“ Schließlich vergeht von März bis Juli noch genug Zeit, in welcher man viel vergessen kann.

Somit entschied ich mich dazu, alle wichtigen Punkte, die ich mir unbedingt merken sollte, in ein kleines Notizbuch zu schreiben, welches ich jeden Abend vor dem Schlafen durchlas. Die Sätze waren kurz, prägnant und enthielten die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst. Wenn ich den dazugehörigen Stoff bereits gut gelernt hatte, konnte ich mich damit wieder daran erinnern, ohne das gesamte Kapitel nochmals durchlesen zu müssen und hatte damit eine angenehme „komprimierte“ Wiederholung. Diese Methode erwies sich alles besonders erfolgreich. Der Inhalt meines kleinen Notizbuches wurde tatsächlich in meinem Langzeitgedächtnis gespeichert.

Lesen ist nicht Lernen

Nur durch Lesen bleibt bei mir kaum was hängen – zu dieser Erkenntnis musste ich auch erst mal kommen. Wie wir bereits wissen, gibt es viele verschiedene Lerntypen und deshalb muss jeder die richtige Technik für sich entdecken. Es gibt sicher einige, die einen Text durchlesen können und sich das Gelesene dann auch sofort merken, doch das ist bei mir nicht der Fall. Ich lerne erst so richtig, wenn ich mir das Gelernte auch bildlich veranschauliche oder ich mir darunter auch etwas vorstellen kann. Wenn ich also etwas sehr Komplexes lerne, zeichne ich mir gerne kleine Skizzen dazu oder schaue auch immer wieder Videos über dieses Thema an. So befasse ich mich sehr detailliert damit, bekomme verschiedene Blickwinkel und lerne den Stoff nicht nur, sondern beginne ihn zu verstehen. Erst wenn ich etwas richtig verstehe und nicht nur auswendig gelernt habe, kann ich es mir auch über einen längeren Zeitraum merken. Ein positiver Nebeneffekt dieser „Verstehen-Methode“ ist, dass das Lernen damit viel spannender und abwechslungsreicher wird und man nicht nur stundenlang in dasselbe Buch schauen muss und vor lauter Buchstaben kein Ende mehr sieht.

Wissen abprüfen

Beim Lernen belüge ich mich oft gerne mal selbst.  Wenn ich auf ein Thema keine Lust mehr habe, rede ich mir oft ein „das kann ich jetzt“ und spring dann zum nächsten Kapitel. Um das zu vermeiden, prüfe ich mein Wissen gerne durch Altfragen und Fragensammlungen ab. Dadurch sehe ich genau, was ich gut verstanden habe und was ich besser noch mehr lernen sollte.

Motivation

„Gibt es etwa eine bessere Motivation als den Erfolg?“– Ion Tiriac

Ohne genügend Motivation kommt man meist nicht an sein Ziel. Ich habe während meiner Gesundheits- und Krankenpflege Ausbildung für den MedAT gelernt. Eine bessere Motivation, wie die Ärzte beim ausüben ihres Berufes bei meinem Praktikum zu sehen, gab es für mich nicht. Nach einem anstrengenden Arbeitstag auf der Gefäßchirurgie ging ich zielstrebig Nachhause und saß mich noch an den Schreibtisch, um für den MedAT zu lernen.

Letzter Tipp

Wenn dir mal die Lust fürs Lernen fehlt, denk immer daran, wofür du eigentlich lernst, und was dein Ziel ist.  Go for it – Du packst das!

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