Wortflüssigkeit

Skriptum

Wie viele Aufgaben in welcher Zeit absolvieren?

  • 15 Aufgaben in 20 Minuten
  • pro Aufgabe 1 Minute 20 Sekunden

Welche Fähigkeiten sind gefragt?

Wie sehen die Aufgaben aus?

BUCHSTABENSALAT

  • (A) Anfangsbuchstabe 1 (korrekt)
  • (B) Anfangsbuchstabe 2 (falsch)
  • (C) Anfangsbuchstabe 3 (falsch)
  • (D) Anfangsbuchstabe 4 (falsch)
  • (E) Keine der Antwortmöglichkeiten ist korrekt.

TBHSABETNUSACLA

  • (A) Anfangsbuchstabe: T
  • (B) Anfangsbuchstabe: S
  • (C) Anfangsbuchstabe: N
  • (D) Anfangsbuchstabe: B
  • (E) Keine der Antwortmöglichkeiten ist korrekt.

Regeln

  1. Begriffe sind immer Nomen
  2. Begriffe sind immer im Singular
  3. 6 bis 10 Buchstaben
  4. Keine Umlaute
  5. Es lässt sich immer ein Wort finden, auch wenn (E) richtig ist
  6. kein Dialekt, keine Eigennamen, keine allzu unbekannten Fremdworte (Denglisch)

Statistik

  • Ø 8 Buchstaben pro Wort
  • Etwa ein Fünftel der Wörter bisher hatten am Ende den Buchstaben E
  • Etwa die Hälfte der Aufgaben bisher waren nicht zusammengesetzte Wörter
  • Die 3 häufigsten Anfangsbuchstaben der deutschen Sprache:
    • S
    • K
    • A
  • Zum Vergleich die 3 häufigsten Anfangsbuchstaben vergangener MedAT-Wörter:
    • R
    • P
    • A
  • häufige Suffixe in der deutschen Sprache und beim MedAT
    • -er
    • -ung
    • -el
  • häufige Digraphen in der deutschen Sprache und beim MedAT
    • -ch-
    • -st-
    • -ei-

Die Aufgabe beim Untertest Wortflüssigkeit ist es, innerhalb von 20 Minuten 15 Mal den richtigen Begriff aus einem Buchstabenwirrwarr zu bilden. Obwohl das erst einmal leicht klingt, handelt es sich hier um einen der schwierigsten Untertests des gesamten MedAT. Es ist sehr viel Durchhaltevermögen gefragt, um eine signifikante Leistungssteigerung zu erzielen, selbst unter Zuhilfenahme einer Strategie.

Buchstaben-Wolken-Methode

Nehmen wir folgende Aufgabe:

AHSPPOHYTC

(A) Anfangsbuchstabe: O

(B) Anfangsbuchstabe: S

(C) Anfangsbuchstabe: H

(D) Anfangsbuchstabe: P

(E) Keine der Antwortmöglichkeiten ist richtig.

Ein durchschnittlich geübter Mensch erkennt bei diesem Beispiel vermutlich nicht, um welchen Lösungsbegriff es sich handelt. Deshalb bietet es sich an, die in der Aufgabe gezeigten Buchstaben in einer Art Wolke aufzuzeichnen. Das Prinzip dabei ist, die einzelnen Buchstaben mehr oder weniger zufällig und diffus auf eine Fläche zu verteilen. Das Ganze soll dann an eine fluffige Wolke erinnern. Dabei macht es am meisten Sinn, den potenziellen Anfangsbuchstaben, den man vermutet, ganz nach links zu schreiben. Da es 4 mögliche Anfangsbuchstaben gibt, die uns die Antwortmöglichkeiten vorgeben, kann man gleich 4 Wolken bilden, bei denen die restlichen Buchstaben jedes Mal an eine andere Stelle geschrieben werden.

Das sieht dann folgendermaßen aus:

Die Anfangsbuchstaben aus den Antwortmöglichkeiten A, T, H und R stehen jeweils links in der Wolke und die restlichen Buchstaben sind eben diffus verteilt. Bei den ersten drei Wolken können die meisten noch nicht wirklich ein Wort erahnen. Die Buchstabenwolke rechts unten ist aber zufällig so angereiht, dass unser Gehirn nun womöglich die richtige Lösung ganz automatisch zusammensetzt.
Schaut man sich diese Wolke einige Sekunden lang an, kann man den Begriff PSYCHOPATH erkennen.

Aufbau der Wolken:

  1. Anfangsbuchstaben links
  2. Mögliche Suffixe oder Endbuchstaben rechts
  3. Doppelbuchstaben, Zwielaute, Di- und Trigraphen in die Mitte der Wolke
  4. Konsonanten und Vokale abwechseln

Psychologisch macht es übrigens auch Sinn, die Buchstaben in Form eines perfekten Kreises aufzuschreiben, sollte einem die Wolken-Methode nicht liegen.

Indem man die Aufgaben überblickt, sieht man gleich diejenigen, mit den wenigsten Buchstaben. Das sind tendenziell auch die leichtesten und mit denen sollte begonnen werden. Abgesehen davon, ist es immer wichtig, zuerst auf die eigene Intuition zu hören und den Buchstabensalat auch bei den schwierigeren und längeren Aufgaben zunächst 15 Sekunden lang anzustarren. Unter Anwendung der Statistik sollte man sich, falls durch reines Anschauen noch keine Lösung gefunden werden konnte, an das Aufzeichnen der Buchstabenwolken machen. So kommt man mit genügend Übung im Vorfeld ganz sicher bei den meisten Wörtern zur richtigen Lösung. Falls das mal nicht der Fall ist, keine Panik: Manche Buchstaben kann man ziemlich sicher als Anfangsbuchstaben ausschließen und intuitiv raten. Und wenn alle Stricke reißen, benutzt man das Wissen der Statistik und kreuzt einfach den Anfangsbuchstaben an, der von den zur Auswahl stehenden schon am allerhäufigsten beim MedAT vorgekommen ist.

Am besten, man nimmt sich wirklich jeden Tag Zeit und übt wenigstens ein Testset, also 15 Aufgaben, zu Wortflüssigkeit.
Es lässt sich übrigens super in den Alltag einbauen, weil man immer, wenn einem langweilig ist, einfach mal auch nur ein einzelnes Wort, vielleicht sogar ohne Zeitbegrenzung, probieren kann. Der Grund warum man so viel trainieren sollte, ist unter anderem, weil man dann auch ein viel besseres Gespür für Suffixe und Co. bekommt.
Das Problem, auf das viele Studienbewerber im Zuge ihrer Vorbereitungen stoßen, ist der Mangel an Übungsmaterial. Sobald nämlich mal ein Wort vorgekommen ist, kann man es im Grunde verwerfen, weil der Lerneffekt komplett verloren geht, wenn mit Wörtern geübt wird, die schon irgendwo im Unterbewusstsein herumschwirren. Da bietet sich natürlich die get-to-med Lernplattform, mit tausenden verschiedener Begriffe, an.

Man darf sich nicht zu sehr auf Suffixe oder Doppelbuchstaben, die man vielleicht gefunden zu haben glaubt, versteifen. Es macht Sinn diese Buchstabenkombinationen in den vier Wolken auch mal getrennt voneinander aufzuschreiben.

Worauf man ganz penibel achten sollte, ist, beim Übertragen der Buchstaben aus dem Salat in die Wolke keine Buchstaben zu vergessen oder doppelt aufzuschreiben. Denn dann wird man gezwungenermaßen nie zu einer Lösung kommen und den Punkt verschenken.

Da sehr häufig Fachbegriffe vorkommen, empfiehlt es sich, anspruchsvolle psychologische Texte oder sogar grundlegende medizinische Literatur zu lesen.

Training über dem Testniveau, also beispielsweise mit 11 Buchstaben, ist die beste Vorbereitung für den Test selbst.

Und natürlich: Üben, Üben, Üben.

Hey du! Ich betreue dieses Thema. Stelle mir gerne jederzeit unten in den Kommentaren Fragen zu dem Text, wenn du welche hast 🙂

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