Spinatprimel Chemie Übung Labor Interview auf get-to-med zum Medizinstudum in Wien

Interview mit Julia (9. Semester MedUni Wien) aka spinatprimel auf Instagram

Julia Stanger ist eine Medizinstudentin, Fitness-Bloggerin und Instagrammerin die an der Medizinischen Universität Wien den Diplomstudiengang Humanmedizin absolviert. In diesem Interview erfahrt ihr, wie viele Versuche sie für den MedAT gebraucht hat, was die schwersten Prüfungen an der MedUni Wien sind und welche Ratschläge Julia für junge Menschen hat, die ebenfalls Medizin studieren möchten.

In welchem Semester studierst du derzeit und was war bisher die schwerste Prüfung bzw. die anstrengendste Zeit im Studium?

Sehr wichtig! Seit dem 12. Lebensjahr wollte ich unbedingt Medizin studieren, und bei meinem 3. Antritt, als es dann endlich geklappt hat, war ich 19 Jahre alt.

Wie wichtig war es für dich den Studienplatz in Medizin zu bekommen und wie alt warst du bei deiner Zulassung?

Ich komme jetzt ins 9. Semester. Das mühsamste Jahr bis jetzt war sicherlich das 2. Studienjahr. Da hat man nämlich eine Woche lang die gefürchteten Pharmaseminare (eigentlich nicht schwierig, aber sehr lernintensiv). Im 4. Semester hat man dann weitere Pharmaseminare, Anatomieprüfungen, muss für die erste praktische Prüfung (FamProp) üben UND hat dann auch noch die SIP 2 (für die aus zeitlichen Gründen niemand länger als 2 Wochen lernt haha). Ich fand den MedAT allerdings bis jetzt die schwierigste Prüfung (zumindest psychisch für mich eine große Herausforderung.)

Bist du zufrieden mit deinem Studium, der Stadt, in der du wohnst und wenn du es dir hättest aussuchen können, wo hättest du angefangen Medizin zu studieren?

Ich studiere in Wien – bin auch hier aufgewachsen und wollte auch immer hier studieren. Ich liebe das Studium an der Medizinischen Universität Wien – das System mit dem Kleingruppenunterricht ist das Beste, was ich jemals an einer Universität gesehen habe – auch wenn alles ab und zu stressig ist, glaub ich hab‘ ich jetzt gerade die beste Zeit meines Lebens

Spinatprimel beim Operieren Operation Interview auf get-to-med zum Medizinstudum in Wien Julia beim Operieren als 1. Assistenz

Was hättest du gemacht, wenn du nicht für Medizin zugelassen worden wärst?

Puh … wahrscheinlich immer wieder hier in Wien den MedAT probiert und dann irgendwann mit 13 Wartesemestern mein Glück in Deutschland probiert.

Du bist auf Instagram sehr aktiv und lieferst spannende Beiträge. Wie kam es dazu, dass du dich dazu entschieden hast auf Instagram so viel zu posten und damit viel von deinem Leben preiszugeben und würdest du es wieder machen?

Ja, würde es wieder machen! Finde das Medizinstudium eignet sich auch gut dazu, weil es so viele spannende Praktika gibt, wo ich – bevor ich begonnen habe zu studieren – auch sehr gerne einen Einblick bekommen hätte. Um allen Interessierten nun einen besseren Einblick zu geben, habe ich begonnen ein bisschen über das Studium und mein Leben nebenbei zu bloggen.

Weißt du schon, welchen Facharzt du machen willst und wieso?

Ich will unbedingt ein chirurgisches Fach machen. Allerdings fallen Allgmeinchirurgie und Herzchirurgie weg, weil ich nicht unbeding an Organen operieren will (da saftelts immer so haha), Unfallchirurgie wollte ich lange Zeit machen, allerdings bin ich recht klein und zierlich, dass ich nicht unbedingt die besten körperlichen Voraussetzungen dafür habe. Für Neurochirurgie find ich das Gehirn viel zu kompliziert, und seit ca. einem Jahr arbeite ich bei einem plastischen Chirurgen, und seitdem wächst auch in mir der Drang, plastische Chirurgie zu machen. Vor allem Brustfehlbildungen zu korrigieren, bzw. nach starken Gewichtsschwankungen überschüssige Haut und Gewebe zu entfernen, finde ich ich sehr spannend und ich kann mir gut vorstellen, das auch in meiner Zukunft zu machen.

Irgendwelche Tipps oder einen Rat für junge Menschen, die auch mal Arzt bzw. Ärztin werden möchten?

Wenn ihr es wirklich unbedingt machen wollt – tut es! - auch wenn es (leider) vor allem am Anfang oft an der Zulassung scheitert. Lieber in jungen Jahren ein paar Jahre opfern, und für den Studienplatz kämpfen, um dann den Beruf seiner Träume ausüben zu können. Und dann hoffentlich ein Fach finden, das einem so gut gefällt, dass es sich gar nicht wie arbeiten anfühlt.

Vielen Dank für das Interview liebe Julia und viel Erfolg auf deinem Weg zu einer tollen Chirurgin!

Ihr könnt Julia auf Instagram unter folgendem Namen finden: spinatprimel. Sie postet viel zum Thema Studium an der MedUniWien, Fitness und Reisen. Außerdem hat sie einen eigenen Blog, auf dem sie viele Intereassante Beiträge zu denselben Themen verfasst. Die Adresse zum Blog von spinatprimel ist: https://spinatprimel.at/